FÜHRUNGSKOMMUNIKATION BEI UNTERNEHMENSNACHFOLGEN
Unternehmensnachfolge ist nicht nur
ein Wechsel an der Spitze

Eine Unternehmensnachfolge verändert mehr als Strukturen. Sie betrifft Menschen, Erwartungen und Beziehungen. commboost unterstützt Unternehmen dabei, Kommunikation so zu gestalten, dass Orientierung entsteht, Vertrauen wächst und alle mitziehen.
Nachfolge ist Beziehungsarbeit
Für Mitarbeitende beginnt Unternehmensnachfolge nicht mit Verträgen, Organigrammen oder strategischen Zielen. Sie beginnt mit Fragen: Was verändert sich? Was bleibt? Wem kann ich vertrauen? Die Forschung zeigt: Kommunikation entscheidet maßgeblich darüber, ob Vertrauen in die neue Führung entsteht. Und genau dieses Vertrauen ist wichtig, damit Mitarbeitende motiviert bleiben, Veränderungen mittragen und den Übergang aktiv unterstützen.


AUS DER FORSCHUNG
Viele Mitarbeitende erleben Nachfolge nicht als gut begleiteten Übergang
Die Befragung von Mitarbeitenden mit Nachfolgeerfahrung zeigt deutliche Kommunikationslücken. Gerade dort, wo Orientierung besonders wichtig wäre, erleben viele Beschäftigte zu wenig Information, Präsenz und Begleitung.
Die gezeigten Ergebnisse basieren auf der Studie „Führungskommunikation bei Unternehmensnachfolgen: Einfluss auf Vertrauen und Motivation von Mitarbeitenden“ von Elke Hoffmann. Die Studie untersucht, wie Mitarbeitende Kommunikation in Nachfolgeprozessen wahrnehmen und welche Faktoren Vertrauen und Motivation beeinflussen. Befragt wurden 90 Mitarbeitende, die eine Unternehmensnachfolge erlebt haben. Quelle: Hoffmann & Fischer (2026). https://doi.org/10.56250/4123:
Nur 20 % fühlten sich frühzeitig über wichtige Schritte informiert
Wenn Informationen zu spät kommen, entsteht Unsicherheit. Mitarbeitende beginnen, Veränderungen selbst zu deuten, oft über Flurfunk und Vermutungen.
Nur 16,7 % fühlten sich im Umgang mit der Nachfolge gut begleitet
Nachfolge wird häufig organisatorisch geregelt, aber kommunikativ zu wenig geführt. Genau dadurch entsteht das Gefühl, mit Fragen und Sorgen allein zu bleiben.

Nur 18,9 % erlebten regelmäßige
Kommunikation
Einmalige Informationen reichen nicht. Nachfolgekommunikation braucht Taktung, Wiederholung und verlässliche Ansprechbarkeit.
Nur 22,2 % erlebten die neue Geschäftsführung als sichtbar und greifbar
Gerade nach einer Übernahme ist Präsenz ein Vertrauensanker. Mitarbeitende wollen die neue Führung erleben können.
Zwischen Papier und Praxis entscheidet sich Vertrauen.
Eine Nachfolge kann formal sauber geregelt sein und sich für Mitarbeitende trotzdem unklar, distanziert oder belastend anfühlen. Auch die offenen Rückmeldungen der Studie zeigen, wie wichtig persönliche Nähe, sichtbare Führung und wertschätzende Kommunikation gerade zu Beginn des Übergangs sind.
„Eine Unternehmensnachfolge sollte nicht nur auf dem Papier stattfinden und dann nur viel Arbeit verursachen, sondern gerade in der Anfangszeit die persönliche vor Ort Wertschätzung, Betreuung, Kommunikation stattfinden.“
Exemplarisches Ankerzitat aus den offenen Rückmeldungen der Studie
Die Motivation ist oft da. Was fehlt, ist Vertrauen in den Übergang.
Ein besonders wichtiger Befund: Die Mitarbeitenden zeigten trotz Nachfolgeprozess eine hohe Arbeitsmotivation. 91,1 % waren bereit, sich aktiv einzubringen, 90 % empfanden ihre Arbeit als sinnvoll und 77,8 % arbeiteten gerne im Unternehmen.
Nachfolgekommunikation muss Motivation nicht neu erfinden.
Sie muss verhindern, dass Vertrauen verloren geht.
Zentrale Erkenntnis aus der Forschung
Kommunikation motiviert nicht direkt. Sie motiviert, weil sie Vertrauen schafft.
Die Untersuchung zeigt ein klares Wirkbild: Transparente, konsistente sowie respektvolle & dialogorientierte Kommunikation stärkt das Vertrauen. Vertrauen wiederum ist der entscheidende Faktor für Motivation.
Besonders stark wirkt dabei Konsistenz: Wenn Botschaften widersprüchlich sind oder Zusagen nicht erlebbar werden, leidet Glaubwürdigkeit und damit Vertrauen.

HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN – wissenschaftlich fundiert

Die zentrale Erkenntnis ist klar: Kommunikation stärkt Motivation vor allem dann, wenn sie Vertrauen schafft. Für Nachfolgeprozesse bedeutet das: Es reicht nicht, Informationen weiterzugeben.
Kommunikation muss Orientierung geben, Verlässlichkeit spürbar machen, Fragen ermöglichen und Führung sichtbar werden lassen. Aus den Forschungsergebnissen lassen sich deshalb konkrete Handlungsempfehlungen ableiten für eine Nachfolgekommunikation, die Unsicherheit reduziert, Vertrauen aufbaut und Mitarbeitende im Übergang wirksam mitnimmt.
AUS DER FORSCHUNG IN DIE PRAXIS
Sechs Handlungsfelder, auf die Nachfolgekommunikation einzahlen sollte
Gute Nachfolgekommunikation entsteht nicht zufällig. Sie braucht klare Botschaften, sichtbare Führung und ein Gespür dafür, wo Unsicherheit im Arbeitsalltag entsteht.
Die sechs Handlungsfelder, die auf wirksame Nachfolgekommunikation einzahlen sollten, beruhen auf der Studie „Führungskommunikation bei Unternehmensnachfolgen: Einfluss auf Vertrauen und Motivation von Mitarbeitenden“ und wurden aus dem Zusammenspiel von theoretischem Wirkmodell, empirischer Auswertung und qualitativen Rückmeldungen abgeleitet. Damit übersetzen sie die Forschung in konkrete Ansatzpunkte für die Praxis – als Grundlage für den commboost Leitfaden „Nachfolgekommunikation Kompakt“.

Konsistenz
sichern
Transparenz strukturieren
Respekt & Dialog verankern
Führung sichtbar
machen
Unterstützung erlebbar machen
Unsicherheit und Emotionen aufgreifen
Quelle: Hoffmann & Fischer (2026). https://doi.org/10.56250/4123
Kommunikationsleitfaden für die praxis
Guideline für die Praxis: Nachfolgekommunikation Kompakt
Nachfolgekommunikation Kompakt ist eine praxisnahe Guideline für Unternehmer, Nachfolger und Führungskräfte, die Mitarbeitende in Unternehmensnachfolgen besser informieren, einbeziehen und begleiten möchten.
Auf Basis der Studie „Führungskommunikation bei Unternehmensnachfolgen“ zeigt die Guideline, warum Vertrauen der zentrale Hebel im Übergang ist und welche sechs Handlungsfelder für wirksame Nachfolgekommunikation entscheidend sind.
Mit verständlicher Einordnung, konkreten Maßnahmenvorschlägen je Handlungsfeld, Leitfragen und Checklisten hilft sie dabei, Botschaften klarer zu strukturieren, Unsicherheit zu reduzieren und Kommunikation zielgruppengerecht zu gestalten, passend zu unterschiedlichen Arbeitsbereichen, Informationsbedarfen und Kommunikationswegen.
Für mehr Orientierung, mehr Dialog und eine Nachfolgekommunikation, die Mitarbeitende wirklich erreicht und mitnimmt.

Das bekommst Du in der Guideline:

MIT COMMBOOST FIT FÜR WIRKSAME KOMMUNIKATION im job

